Fissurenversiegelung

Die Grübchen und Furchen (Fissuren) auf den Kauflächen der Backenzähne sind besonders von Karies bedroht. Eine Fissurenversiegelung schützt die Kinder-Zähne vor Karies, aber ohne gute Mundhygiene bei Ihrem Kind geht es trotzdem nicht!

Nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne sind die Fissurenbereiche der Kauflächen bei Kindern am stärksten kariesgefährdet, weil sich Nahrungsreste und Bakterien hier besonders gut festsetzen können. Bei Kindern werden diese Bereiche selbst bei guter Mundhygiene zuerst und am häufigsten kariös. Da stark zerklüftete Fissuren schwierig zu reinigen sind, sollten diese Zähne möglichst rechtzeitig versiegelt werden.
 
So wird eine Fissurenversiegelung bei Ihrem Kind gemacht:
Zunächst wird der Zahnarzt beurteilen, welche Zähne versiegelt werden müssen. Da die einzelnen Zähne oft unterschiedlich tiefe Fissuren aufweisen, müssen nicht alle, sondern nur die kariesgefährdeten Zähne mit einem Versiegelungsmaterial geschützt werden. Direkt vor der Versiegelung muss der Zahnarzt nach Reinigung und Trocknen der Zähne die oberste Schicht des Zahnschmelzes durch eine kurze Anätzung aufrauen, damit das später aufgebrachte Kunststoffmaterial gut an der Zahnoberfläche haftet. Zahlreiche klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Versiegelungen eine mittlere Lebensdauer von sieben bis zehn Jahren aufweisen und dass sie das Auftreten von Fissurenkaries deutlich verringern können.
 
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Fissurenversiegelung nur für die beiden hinteren bleibenden Backenzähne, wenn Ihr Kind zwischen sechs und 18 Jahren alt ist. Die kleinen Backenzähne des bleibenden Gebisses und die Backenzähne des Milchgebisses können ebenfalls versiegelt werden. Das müssen Sie jedoch aus eigener Tasche bezahlen.